Tolles Spätsommertreffen der IG Warbird am 20.9.26 in Biel-Kappelen

UH / Perfekter «Altweibersommertag» in Biel Kappelen. Wir trafen uns zum zweiten IG Warbirdtreffen der Saison 2026 in Biel-Kappelen auf dem Flugplatz. Bereits zum zweiten Mal durfte die IG Warbird für einen Tag den Flugplatz Biel-Kappelen in Beschlag nehmen. Auch wenn nicht so viele Piloten wie jeweils in Schänis teilgenommen haben: Gelohnt hat es sich in jeder Beziehung! Und das Schöne an unserer Veranstaltung, wir konnten ein weiteres Neu-Mitglied für die IG Warbird gewinnen.

Zu Beginn gleich eine Lesson Learned: Zu Recht haben einige Teilnehmer den Pilotenstandort im Osten der Piste kritisiert. Zwar ist man dort nahe beim Flugplatzrestaurant und den sanitären Anlagen, dafür ist man auch nahe bei einem „überflugsensiblen“ Landwirtschafsbetrieb der keinesfalls überflogen werden darf, da es sonst zu unschönen Szenen mit dem Bewohner kommen kann. Beim nächsten Meeting wird daher der Pilotenstandort schon von Anfang an ca. in der Pistenmitte sein, so dass man auch bei Westwind noch gut landen kann und vor allem mehr Platz für die eigene Display hat. Die Fahrzeuge können ebenfalls dort parkiert werden. Und so stellten wir dann um 12.00 Uhr auf dieses neue Regime um, dies da auch der Westwind bereits etwas zugenommen hatte.

Ab neun Uhr füllt sich der Parkplatz langsam mit den ersten Transportern aus der ganzen Schweiz, darunter auch zwei Kollegen aus der Romandie.  Modelle werden zusammengebaut, bekannte Gesichter begrüsst und die ersten Motoren getestet. Um 10 Uhr begrüssen Flugplatzchef Paul Misteli und IGW-Chef Yves Burkhardt die anwesenden Piloten zum Briefing und dann heisst es: «Gentleman, start your engines.»

Vom Grossmodell einer F4U-Corsair, selbstverständlich mit Sternmotor, bis zu kleinen «Handwerfmodellen» mit E-Antrieb war alles vorhanden, auch drei schön gebaute Vertreter aus der Zeit des ersten Weltkriegs, nämlich eine Fokker E3 Eindecker, ein Fokker D.VII in den Farben der Schweizer Luftwaffe und ein Fokker Dr 1 in pechschwarzer Bemalung. Entgegen früheren Trends startete in Biel jeweils nur eine Morane D-3801, dafür waren wieder mehrere Mustangs in verschiedenen Grössen zu sehen.

Überhaupt, die Vielfalt der gezeigten Modelle war gross und sorgte für Abwechslung am Boden und in der Luft. Auffallend viele Modelle mit Elektronatrieb waren zu sehen, darunter mit einer Spitfire, zwei Mustangs, einer Stinson L5 und einer P-38  Lightning auch fünf imposante Grossmodelle. Bei den Sternmotoren dominierten die bewährten Saito 3 Zylinder, zu sehen und zu hören beispielsweise in einer Gladiator oder einer Mitsubishi Zero von TopRC. Bei leichtem Westwind längs der Piste konnten die Piloten von ausgezeichneten und guten Flugbedingungen profitieren, auch wenn die Sonne bei gezogenen Manövern einem leicht in die Quere kam.

Die IG Warbird dankt Paul Misteli als örtlichen Flugplatzleiter herzlich dafür, dass er uns seinen wunderbaren Flugplatz zur Verfügung gestellt hat. Dank der kleinen Flughafenbeiz mit den bekannten guten Pizzas klappte es auch mit der Verpflegung bestens. Wir freuen uns schon jetzt, am 19. September 2027 wieder nach Biel-Kappelen zu reisen.

Bildstrecke

Glutheisses Sun and Fun in Kulm am 20. Juni 26

Es muss am Namen liegen: Auch das Sun and Fun 2026 in Kulm bot beides. Viel, sogar sehr viel Sonne und viel Fun bei den teilnehmenden Piloten.

Schon vor neun Uhr morgens war es angenehm warm, als sich die ersten Piloten bereit machten. Knapp zwei Dutzend waren es: weniger als auch schon, was aber die gute Stimmung nicht trübte. Im Gegenteil: Piloten und Besucher konnten dank der traditionellen Gastfreundschaft in Kulm ein tolles Fliegerfest geniessen. Auch das Fliegen selbst verlief reibungslos; ausser einer gut gemeisterten Aussenlandung und zwei drei «Fliegerdenkmalen», die ebenfalls ohne Schaden endeten, gab es keine Zwischenfälle.

Am Boden und in der Luft waren zahlreiche Trouvaillen zu bewundern. Wohl die meisten Blicke zog Jochem Storrs wunderschön detaillierte Ju 52 in der Bemalung der Schweizer Luftwaffe auf sich. Das Modell war noch nicht ganz bereit für den Erstflug, wird uns aber sicher bald an einem Meeting wieder erfreuen. Einen britischen Exoten, der selbst einigen Kennern der Warbirdszene unbekannt war, präsentierte Koni Oettiker. Die De Havilland DH.103 Hornet wurde als Jagdflugzeug auf Basis der bekannten Mosquito entwickelt. Mit dem Aufkommen der Jets verlor das Flugzeug aber rasch an Bedeutung.

Der jüngste Pilot der IG Warbird, Tim Eberhard, flog mit einer grossen T-28 von E-Flight. Obwohl Tim das Modell erst vor zwei Wochen zum ersten Mal flog, präsentierte er den Trainer wie ein alter Profi, und auch das Fliegen zu zweit scheute er nicht. Ob es an der Hitze lag? In Kulm waren diesmal recht viele elektrisch angetriebene Modelle zu sehen, darunter eine Spitfire und eine FW 190, die beide mit viel Power unterwegs waren. Die beiden grossen Morane hingegen, die mehrmals einen Staffelflug boten, waren von Kolbenmotoren angetrieben, die den passenden Sound lieferten.

Während am Morgen die Warteschlange noch recht lange war, reduzierte sich der Flugbetrieb ab dem späteren Nachmittag langsam, da es schlicht zu heiss wurde. Immer mehr Piloten verzogen sich in den Schatten der Fliegerbeiz oder unter die eigenen Sonnenschirme. Wir danken dem MV Kulm einmal mehr für die Gastfreundschaft, die gute Infrastruktur und die Super-Organisation. Wir kommen auch gerne nächstes Jahr wieder auf den Platz zum Frühsommertreffen Sun and Fun!

Bilder folgen baldmöglichst!