Oldtimair-Parade Stanserhorn am 25. Juli 2020

Was für eine tolle Veranstaltung im Coronajahr am Stanserhorn!

Dank Wetterglück konnte am Verschiebedatum die OldtimAIR Flugparade rund um das Stanserhorn durchgeführt werden.

Die OldtimAIR Flugparade ist keine Airshow im eigentlichen Sinne, sondern wie es der Name schon sagt, es ist eine Flugparade ohne  Kunstflugfiguren. Während annähernd 2 Stunden präsentierten sich 16 Flugzeuge auf Augenhöhe der Zuschauer oder gar tiefer. Den vermeintlich krönenden Abschluss der Parade flog die Swissair DC-3 N431HM. Die Maschine wurde von den Piloten gekonnt und sehr spektakulär vorgeflogen und präsentiert. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht haben einige Fotografen die Kameras bereits versorgen wollen, als am Horizont nochmals ein «Silberstreifen» aufblitzte und Kurs Richtung Stanserhorn nahm. Als Überraschungsgast erschien die P-38 Lightning von RedBull aus Salzburg. Mit einem Nonstop Flug Salzburg – Stanserhorn – Salzburg zeigte der Pilot Raimund Riedmann die „Lightning“ – ein würdiger Abschluss einer aussergewöhnlichen Veranstaltung.

Beech Model 18 startet nach Restauration zum 2. Erstflug nach 1945

Der Birrfelder Pilot und Flugzeugbauer Max Vogelsang (auch Mitglied der IG Warbird!) hat zusammen mit seiner Familie und Freunden ein weiteres Lebenswerk  vollendet. Am 15. Juli 2020 hat die umfassend restaurierte Beech 18 mit der Immatrikulation HB-GAC zum zweiten Erstflug im Birrfeld abgehoben.

Einst stand die Beech 18 im Verkehrshaus in Luzern und im Flieger-Flab-Museum Dübendorf.  Mit Testpilot Klaus Plasa und Copilot Max Vogelsang im Cockpit hob die umfassend restaurierte Beech 18 HB-GAC am 15. Juli 2020 auf dem Flugplatz Birrfeld zum 2. Erstflug ab und setzte rund 15 Minuten später wieder auf der Graspiste auf.An diesem bemerkenswerten Projekt arbeitete in den vergangenen rund zwei Jahren die gesamte Fliegerfamilie Vogelsang mit, unter anderen Bruder Ruedi, Gattin Margrit und Tochter Susanne. Sie machten in insgesamt 6000 Arbeitsstunden die Beeck 18 wieder flügge. Seit Herbst 2018 stand der in neuem Glanz erstrahlende Oldtimer in der eigenen MSW-Werkstatt der Familie Vogelsang auf dem Flugplatz Birrfeld, wo die aufwendige Restauration abgeschlossen und die zweimotorige Maschine am 12. Juni 2020 vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) abgenommen wurde. Dort soll sie auch stationiert bleiben.
Die ersten Exemplare dieses Ganzmetall-Tiefdeckers wurden im Jahre 1939 gebaut. Insgesamt wurden bis 1970 über 9000 Exemplare gebaut. Die HB-GAC stammt aus dem Jahre 1945 und wurde zuerst als Trainingsflugzeug für Bombenabwürfe und Transportflugzeug eingesetzt, bevor es über etliche Umwege in die Schweiz überführt wurde, wo sie bis 1967 Einsätze für die Landestopographie flog. Danach flog sie bis 1979 in Privatbesitz weiter. Später konnte die Maschine im Verkehrshaus Luzern und im Flieger-Flab Museum Dübendorf während Jahrzehnten bestaunt werden.Der AeCS freut sich, mit dieser Beech 18 ein weiteres Flugzeug aus der Zeit der „Goldenen Jahre des Propellerfluges“ am Schweizer Himmel und vielleicht gar wieder an verschiedenen Airshows zu sehen, denn der sonore Sound der zwei Sternmotoren entzückt jedes Fliegerherz.