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Kaiserwetter in Schänis am Herbsttreffen der IG Warbird am 26.10.19

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Bei der Abfahrt im Aargau herrschte dichter Nebel. Nicht viel besser sieht es eine halbe Stunde später im Raum Zürich aus. Ob wir heute wirklich zum Fliegen kommen, auch wenn das lokale Meteo für Schänis gar nicht so schlecht aussah? Am Ende des Zürichsees wird es heller und heller und Richtung Glarner Alpen scheint es höchstens noch lokale Nebelfelder zu geben. Der Tag ist gerettet, am Saison-Abschlusstreffen der IG Warbird Schweiz kann geflogen werden, das steht fest.

Als ich um 9 Uhr auf dem Flugplatzgelände eintreffe, herrscht schon Hochbetrieb. Überall werden Modelle ausgepackt, von der kleinen Schaumwaffel bis zum grossen Scale-Warbird.

Briefing

Punkt 10 Uhr bläst IG Warbird-Präsident Yves Burkhardt zum obligaten Briefing und begrüsst die rund 40 anwesenden Piloten. Rolf Kessler, seines Zeichens Präsident der neu gegründeten Modellfluggruppe Schänis Model Flyers und langjähriges Mitglied der IG Warbird, weist auf die besonderen Bedingungen und die spezielle Luftraumaufteilung hin, die auf dem Flugplatz gelten. Hierbei betont er die etwas heikle Situation im Herbst mit dem tiefen Sonnenstand in westlicher Richtung und erörtert nochmals die wichtigsten Sicherheitsaspekte für einen sicheren Modellflugbetrieb.

Schweigeminute für Hans Blank

Yves Burkhardt erinnert an unseren kürzlich verstorbenen Fliegerkollegen Hans «Housi» Blank ein Urwarbirdler der IG Warbird. In der anschliessenden Schweigeminute wird Housi gedenkt. Es sind auch einige Modelle aus dem beträchtlichen Warbirdfundus von Housi auf dem Platz. Sie wurden von Kollegen im Laufe des Tages auch noch vorgeflogen. Auf diese Weise bleibt Housi in der Szene weiterhin präsent.

Gentlemen, start your engines

Kurz nach 10 Uhr heisst es dann: «Gentlemen, start your engines!». Die beiden AT-6 der Wächter-Brothers zeigen schon mal vor, wie sich auch mit Warbirds Synchronflug bewerkstelligen lässt. Leider kommt es schon wenig später zum einzigen Totalverlust des Tages. Dies, als beim Tiefflug einer P-51 D und einer P-47 D ein Baum sprungartig in die Höhe und nach vorne schnellt und nach der Mustang greift… Ansonsten bleibt es bei kleineren Blessuren an den Modellen und leichten, neuen Gebrauchsspuren was auch für das Können und das Verantwortungsbewusstsein der Piloten spricht.

FW-190 als beliebtestes Modell

Welcher Warbird ist in der Szene der IG Warbird momentan am beliebtesten? Ohne Zweifel scheint es die Focke Wulf  FW 190 zu sein, von der mindestens sechs Stück anzutreffen waren. Die Voll-GFK-Maschine von TopRC (SPW. 2.36 M) mit dem Saito Dreizylinder FG90 oder einem Moki 180 unter der Cowl scheint der grosse Renner zu sein. Offensichtlich erlebt auch der bullige Morane-Jäger der damaligen Schweizer Flugwaffe ein Comeback, gleich vier D-3801 waren in Schänis vertreten. Weitere sind dem Vernahmen nach im Bau. Ein weiteres beliebtes Muster ist nach wie vor die P-47 Thunderbolt, die ebenfalls in mehreren Exemplaren präsent war. Daneben durften natürlich auch die Klassiker Spitfire, Me-109 und Mustang nicht fehlen, einzig die Japaner waren diesmal nicht vertreten. Zu den Exoten gehörte die Hawker Hurricane des Schreibenden, die Bearcat von Erich Wächter oder die Stuka von Markus Frey, die sich im Laufe des Tages mit der Hurricane einen Luftkampf lieferte.

Verpflegung im improvisierten Restaurant

Am Mittag wurde die stattliche Schar von Piloten und auch einige Zuschauer vom improvisierten Restaurant bestens und speditiv verpflegt. Eine wirkliche Mittagspause gab es aber nicht, da in dieser Zeit die E-Warbirds den stahlblauen Himmel über Schänis verzierten.

Immer wieder erstaunlich die grosse T-28 Torjan (Spw. 2 m) , die in einer Viererstaffel unter dem Kommando von Squadron Leader Yves Burkhardt eine tolle Show bot. Kaum zu glauben, dass diese gewaltigen Brocken aus Schaumstoff sind. Unterdessen hat Horizon diese T-28 wieder ins Programm genommen, so dass das Modell wohl noch eine Weile an unseren Meetings zu sehen sein wird.

Exoten und Fachsimpeleien

An einem Warbird-Meeting sind immer wieder selbst konstruierte Exoten zu sehen, die den üblichen Rahmen der Angebote auf dem Modellflugmarkt etwas sprengen. Kari Petz brachte zum ersten Mal seine Antonow An-2 mit, zwar mit Zivilbemalung, aber das Original diente ja auch als Militärflugzeug. Ebenfalls in zivilem Kleid war die zweimotorige Grumman Widgeon von Beat Frischherz unterwegs. Noch nicht ganz flügge, aber auf jeden Fall ein Eyecatcher am Boden war die Beech-18 von Philipp Kraus. Immer ein Blickfang sind Modelle von Hugo Christen. Diesmal hat er die fassähnliche Rata und die bullige australische Boomerang beide um 3m Spannweite und mit grummligen Mokis befeuert in seinen Van gepackt. Mit ihren originalgetreu hochklappbaren Flügeln nicht zu übersehen war die gigantische Skyraider von Paul Haller, einem aus dem unteren Fricktal.

So gab es am Boden und in der Luft dauernd etwas zu bestaunen, und allenthalben wurde bei den Modellen gefachsimpelt und angeregt diskutiert. Dies meist mit dem charakteristischen Warbird-Hintergundsound, den wir so sehr lieben..

Das Herbstmeeting 2019 in Schänis wird uns allen in guter Erinnerung bleiben. Tolles Wetter, Super-Beteiligung, und gute Verpflegung, gute Stimmung – kurz – es stimmte einfach alles. Besten Dank den Verantwortlichen des Flugplatzes und der neu gegründeten Schänis Model Flyers SMF. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Meeting in der westlichen Ostschweiz!

Im Namen der IG Warbird

Urs Holderegger

 

Nachtrag: Wer flog mit welchem Modell in Schänis?

Flightline Schänis 2019  
Modell Anzahl Piloten
Antonow AN2 1 Petz Kari
AT-6 3 Wächter Brothers und Beat Gohl
B25 1 André Wagner
Bearcat 1 Erich Wächter
Beechcraft Model 18 1 Philip Kraus
Boomerang cac 1 Hugo Christen
FW 190 6 Heinz Neuhaus Und Beat Gohl sowie 4 weitere
Hurricane 1 Urs Holderegger
Ju87 1 Markus  Frey
Lavochkin 1 ?
Löschflugzeug 1 Beat Frischherz
Lysander 1 Markus  Frey
Me 109 2 Hansruedi Hofer + ?
Morane D3801 4 Dani Dietziker, Rene Bartlomé, Erich Rothenfluh, Kurt Wächter
Mustang 3 Beat Frey und ?
P47 5 Holderi, Fred Böni und andere
Pilatus Porter 1 Marc Hoch
Rata 1 Hugo Christen
Seafury 1 ?
Skyraider 1 Paul Haller
Spitfire 3 Koni Oetiker, und ??
Tigercat 2 Erich Züger und Yves Burkhardt
Trojan T28 4 Yves Burkhardt, Noldi Peyer, Thomas Ritzmann und Rolf Kessler
Venom 1 Koni Oetiker
Total 47  
Anzahl versch. Typen 22  
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Schänis, wir kommen! Herbsttreffen der IG Warbird am 26. Oktober 19 in Schänis findet statt!

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Update 23.10.19: Schänis, wir kommen! Die Wetterprognosen sehen recht ordentlich aus!

Bald ist es wieder soweit, wir treffen uns am 26.10.ab 09.00 Uhr in Schänis zum traditionellen Herbsttreffen auf dem dortigen Segelflugplatz. Wir halten ein Briefing ab um 10.00 Uhr, die Teilnahme ist obligatorisch. Ein zweites Kurzbriefing findet um 13.00 Uhr statt. Während dem ersten Briefing halten wir überdies einen Moment der Stille ab für unseren verstorbenen Kameraden Hans „Housi“ Blank der uns im vergangenen Juli für immer verlassen hat.

Wer also am Morgen schon fliegen möchte, der muss zwingend am Briefing um 10.00 Uhr vor Ort sein. Es gelten die üblichen Teilnahmebedingungen, Mitglied im SMV/AeCS zu sein oder eine entsprechende private Haftpflichtversicherung von mindestens 1 Mio Deckung ist beizubringen. Mitglieder im AeCS und SMV tragen die Membercard als Versicherungsausweis auf sich. Die IG Warbird und die Schänis Model Flyer sowie der Flugplatzhalter lehnen jede Haftung ab.

Piloten aus dem Ausland weisen Ihre Versicherungsdeckung ebenfalls aus und haben die Bestätigung/Versicherungskarte dabei. Gleiches Gilt für die Schweizer Piloten welche nicht Mitglied des AeCS /SMV sind  und sich ausweisen können, über eine private Versicherung von min. 1 Mio Deckung gemäss VLK Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien, Art. 20, zu verfügen.

Ab diesem Jahr liegt die Verantwortung zur Benützung der Piste für modellfliegerische Aktivitäten bei der neu gegründeten Modellfluggruppe Schänis Model Flyers SMF welche auch Mitglied im SMV und damit im AeCS ist. Zwischenzeitlich sind einige Piloten der IG Warbird auch Mitglied bei den SMF geworden. Interessenten zum Beitritt zu den SMF melden sich direkt beim Verantwortlichen der Schänis Model Flyers vor Ort um auch ausserhalb der Warbirdtreffen in Schänis auf dem Segelflugplatz in Schänis ausserhalb der Segelflugzeiten zu fliegen.

Für Speis und Trank ist in Schänis ebenfalls gesorgt, ein lokaler Caterer wird im Auftrag der SMF die Piloten und Gäste der IG Warbird mit Essen und Trinken zu moderaten Preisen versorgen.

Den Anweisungen auf dem Platz durch den beauftragten Flugleiter ist in jedem Fall Folge zu leisten. Vorab und zur Vorbereitung hier die Sicherheitsempfehlungen und Checklisten des SMV sowie die Flugraumordnung in Bezug auf die beiden Pistenrichtungen 16 und 34:

-> Sicherheitskompendium des Schweizerischen Modellflugverband SMV

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Adieu… Hans „Housi“ Blank ist zu seinem letzten Flug aufgebrochen…

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Eine traurige Nachricht inmitten des schönen Sommerwetters. Am Samstag 13. Juli 2019 hat uns unser langjähriges Mitglied in unserer Vereinigung – Hans Blank – für immer verlassen. Die Krankheit hat Hans in seinem 76. Lebensjahr besiegt.

Wie haben wir mit ihm jeweils gelacht, gefestet, Fliegergeschichten ausgetauscht und sind mit ihm geflogen, haben uns mit ihm auf Reisen begeben, sei dies nach Amerika oder nach Duxford zu den Flying Legends gewesen oder ganz einfach auf dem Modellflugplatz in Staffelbach oder sonst auf einem Fluggelände im In- und Ausland. Es war schön mit Hans zu fliegen, zu reisen, ein unkomplizierter und freundlicher, hilfsbereiter Zeitgenosse der immer gut aufgelegt war.

Alle die Hans „Housi“ Blank kannten und schätzten, wissen, dass wir mit Housi ein ganz besonderes und ausserordentlich liebenswürdiges Mitglied verloren haben. Seit der Gründung der IG Warbird 1993 in Triengen war er ununterbrochen Mitglied bei der IG Warbird. Seine freundschaftliche, hilfsbereite Art, sein fliegerisches Können und sein technisches und tüftlerisches Verständnis waren beispielhaft. Es gab kein Problem an einem Modellflugzeug welches er nicht lösen konnte. Halbe Sachen oder Billiglösungen waren nicht sein Ding, wenn er etwas angepackt hat, dann richtig und seriös.

Seine Modellfliegerkarriere und Erlebnisse mit ihm zu beschreiben, würde Bücher füllen, so viel Schönes haben wir mit dem Blank Housi erleben dürfen. Als Jungspunde haben wir zu ihm hinaufgeschaut und wollten so sein wie er war. Wenn es galt, etwas anzupacken oder sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen oder ihn als Schauflugpiloten zu gewinnen, dann war auf Hans Verlass und er trat bescheiden, aber mit höchstem Können, Sportsgeist und hervorragenden Modellen auf.

Das ist nun alles Geschichte, Hans ist zu seinem letzten Flug in die Ewigkeit aufgebrochen und hinterlässt seine Frau, seine Kinder und die Enkel. Hans lässt uns Mitglieder der IG Warbird zurück, wir Mitglieder, die ihm vieles zu verdanken haben und vieles von ihm lernen durften.

Es ist in Hans‘ Sinn und sein und Anita’s Wunsch, dass die Beerdigung im engsten Familienkreis stattgefunden hatte, wir respektieren das und halten Hans „Housi“ Blank eine ehrendes Andenken, heute, morgen und in Zukunft. Anlässlich des Herbsttreffens in Schänis am 26. Oktober 2019 werden wir in einem besinnlichen Moment innehalten und ihm gedenken.

Danke Hans, es war uns eine Ehre mit dir zu fliegen. Wir sehen uns irgend ein Mal wieder, wir fliegen miteinander, haben Spass und geniessen gemeinsam die schönen Momente in der Ewigkeit.

Für den Vorstand der IG Warbird.

Yves Joël Burkhardt

Gesamtkoordination IG Warbird

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IG Warbird Frühsommertreffen „Sun and Fun“ am 15.6.2019 in Kulm

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Am Samstag 15. Juni traf sich trotz unsicheren Wetteraussichten eine Rekordzahl von Piloten auf dem Flugplatz des MV Kulm zum traditionellen Warbirdmeeting der IG Warbird Schweiz auf dem Modellflugplatz Schoren in Oberkulm im aargauischen Wynental.

Wie immer haben die Kulmer Kollegen eine perfekte Infrastruktur hingelegt, um uns Warbirdpiloten ein perfektes Meeting zu ermöglichen, und wie immer scheinen die Kulmer einen Spezialvertrag mit den Wettergöttern zu haben. Erst nachdem alle Modelle wieder in den Autos verstaut waren, kam gegen Abend das erwartete Gewitter auf.

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